Tuesday, January 24. 2012
Da nun der Kurs auf dem Hornberg vorbei ist, geht es nun wolfmäßig weiter. Auf dem Hornberg haben wir sehr viel Neues gelernt. Wenn ich mir vorstelle, was ich für einen Mist früher beim Modellbau mit dem tollen Werkstoff GFK gemacht habe. Bei richtiger Anwendung wären meine Modelle 30% leichter bei 100% Festigkeitsgewinn gewesen. Dieser Kurs ist ein Muß für den, der mit GFK, CFK optimale Ergebnisse erzielen will. Man kann sich auch einfach so beim BwLV anmelden.
Doch nun zu unserem Wölfchen. Wir sind nun mit dem Zerlegen fertig und haben bereits mit dem Wiederaufbau begonnen. Dazu haben wir eine größere Menge Flugzeugsperrholz besorgt. Der Zufall wollte, daß ein Verein nahe Berlin eine größere Menge davon abzugeben hatte. Gegen Einwurf mehrerer Münzen und freiwilliger Helfer, konnte diese Aufgabe bewältigt werden und das Holz ist nun in der Werkstatt.
Der Spant 3 ist nun repariert und muß nur noch verschliffen werden. Das Höhenruder erstrahlt bereits in neuem Glanz. Klebelackreste sind entfernt, Beplanlung repariert und einige Rippenfahnen ersetzt worden. Nun müssen die Scharniere und Anlenkungen noch entlackt, untersucht und neu gestrichen werden. Die Kielleiste ist fertig und muß eingebaut werden. Der Spant 2 wird gerade neu hergestellt, da er nur noch in Fragmenten vorhanden war. Auf dem Bild ist der untere Teil bereits fertig. Das mit den vielen Klammern ist der obere Teil. Dieser wird diese Woche noch eingepaßt. Man beachte die Vorrichtung, die Christoph gebaut hat. Ist sie nicht schön? Auf den 2. Bild sieht man vorschriftsäßig den Leim austreten.
Viele fragen mich, warum wir nicht Epoxydharz verwenden. Es ist so, daß man Holz leimt und nicht harzt. Eine Epoxyverbindung muß immer getempert werden. das würde das Holz zwar aushalten, aber die Verbindung ist nicht so gut, wie bei Leim. Außerdem ist Aerodux beim LBA zugelassen, bei Harz müssen erst Nachweise erbracht werden. Noch was. Vor dem Leimen immer die gehobelten Leisten mit einem Sägeblatt oder Kratzer anrauhen, oder gleich sägerauh lassen. Sonst hält es nicht! Der Rest steht im Datenblatt von Aerodux.
So, jetzt wie versprochen die Bilder:
     
Thursday, January 5. 2012
nachdem wir und am 30.12.2011 das letzte mal in der Werkstatt trafen und der nächste Freitag auf heilig drei König fällt, sind wir gestern in der Werkstatt außerplanmäßig zusammen gekommen. Unser Duodiscus kam zurück vom Lackieren und sieht ganz gut aus. Er hatte feine Risse im Gelcoat und mußte lackiert werden, bevor Schlimmeres passiert.
Doch unser Augenmerk lag natürlich beim Wolf. Bernhard hatte die Beschläge untersucht und etwas Korrosion festgestellt. Nun werden die Beschläge geprüft und danach entschieden, ob es besser ist neue anzufertigen. Die Anderen haben sich dem Höhenleitwerk gewidmet und es fast fertiggestellt. Reinhard fand ein undefinierbare Beplankung am Hilfsholm. Diese wurde sofort entfernt und durch eine korrekte ersetzt, was doch mit einigem Zeitaufwand verbunden war. Bernhard und Britta stellten sich dem Problem Spant 2. Ja, es gibt außer Problembären auch Problemwölfe mit dessen Spanten. Nach einiger Beratungszeit wurde der Spant entfernt, da er doch nicht wirklich dem Plan entsprach, und nach abenteuerlichen Reparaturversuchen der Vorbesitzer, schneller ein neuer Spant angefertig ist. Man muß hier doch bemerken, daß eine Restaurierung deutlich zeitaufwändiger ist, und man oft am Ende des Tages kaum eine Verbesserung sieht. Doch mit der Zeit sieht man einen Fortschritt. Franz und Bernhard haben dann noch die Kielleiste vorn und die Spornleiste lamelliert, um das nächste mal mit der Anpassung beginnen zu können.
Nächste Woche bin ich mal wieder auf dem Hornberg, um die höheren Weihen der Kunststoffflugzeugreparatur zu erlangen. Bis bald, dann wieder mit Bildern.
Tuesday, December 20. 2011
Wednesday, October 26. 2011
Heute mal ein Beitrag von Wolfgang, den er mir als Mail zum Beginn des Wolfsprojekts gesendet hat:
Ein Wolf in Zazenhausen!
Das unverhoffte Auftreten eines offenbar aus südlichen Gefilden eingewanderten Wolfes, einer seit undenklichen Zeiten in Württemberg völlig ausgestorbenen Spezies, hat am vergangenen Samstag im beschaulichen Zazenzhausen bei allen, die dieses Urviechs ansichtig wurden, Panik, ungläubiges Staunen, ja blankes Entsetzen ausgelöst, unverkennbar aber auch eine gewisse morbide Faszination. Von hinzugezogenen Wolf-Experten war zu hören, daß der in völlig zerzaustem und abgemagertem Zustand sich befindende, inzwischen in einem ehemaligen Schweinestall ausbruchsicher untergebrachte Spätheimkehrer bei guter Pflege und Versorgung in absehbarer Zeit wieder einen guten Allgemeinzustand wird erreichen können: Er soll dann am Rande der Schwäbischen Alb ausgewildert werden, um dort die Artenvielfalt zu bereichern!
wkn
  
Wednesday, October 5. 2011
Thursday, September 29. 2011
Monday, September 12. 2011
Thursday, September 1. 2011
Seit gestern sind die Papiere des Grunau Baby III vom LBA zurück. Wenn alles gut geht, könnt ihr unser Baby im Flug über der Hahneide erleben. Wer mehr über das Baby erfahren will, oder unsere anderen Projekte kann, wenn ich nicht in der Luft bin, im Zelt des Sportfliegerclub Stuttgart nach mir fragen. Viel Spaß beim Oldtimertreffen. Man sieht sich
Monday, August 1. 2011
war es so weit. Nachdem kurzfristig der Termin von Freitag auf Samstag verlegt wurde, ist um 9 Uhr die Truppe bereit gewesen, das Baby zusammenzusetzen. Die Spannung stieg, als das Grunau Baby 3 an den Start geschoben wurde. Fliegt es gerade? Oder überhaupt? Unser Bauprüfer, der auch ein Baby 3 hat, machte den Erstflug. Alle beobachteten den Flug sehr genau und waren sichtlich erleichtert, als er mit unseren Baby wieder bei uns landete. Nach einer Einweisung durfe dann ich den nächsten Flug machen. Der Start gelang tadellos, aber während des Schlepps merkte ich bald, daß das mit der Ruderkoordination völlig anders läuft, als bei unseren Fliegern. Die Erfahrung mit der Hornberg Lerche lag ja auch schon 35 Jahre zurück. So ließ ich mich auf 900m N.N. schleppen um genügend Zeit zum üben zu haben. Nach den Ausklinken blieb ich über dem Platz und schaute nach den Instrumenten. Der Höhenmesser blieb auf 900m trotz ständigem klopfen stehen. Erst der Blick auf das Variometer beruhigte mich. Eine schöne Null direkt über dem Platz. Nun flog ich zum Talwald, da hier einige Bussarde kreisten. Doch noch immer schob ich zu sehr in den Kurven, so daß er doch eher nach unten ging. Bei 250m über Platz an der Position entschloß ich mich zur Landung. Im Endteil habe ich dann Klappen gezogen, was ich hätte besser bleiben lassen sollen. Ich traf zwar den Platz, aber doch etwas weit von der Startstelle weg. Danach sind noch weitere Flüge mit den Mitgliedern des SCS gemacht worden. Gemeinsam haben wir dann unsere Erkenntisse in den Flugbericht eingebracht, der nun auf dem Weg zum BwLV ist. Danach gibt es die entgültige Zulassung. Weiter Info und Fotos unter http://www.FM-Hahnweide.de
Gleichzeitig mit unseren Erstflug hob auch die T21 Slingsby nach der Überholung der Leitwerke zum ersten male wieder ab. Ein schönes Bild, zwei offene Flugzeuge am Start. Der Restaurierungstruppe nochmals vielen Dank für den Einsatz, die nächsten Projekte warten schon......
     
Monday, July 11. 2011
Nachdem nun schon einige Anfragen bezüglich Flügelresonanzschwingung da sind nun etwas ausführlicher:
Bei jedem Flugzeug gibt es eine Flügelresonaz, die konstuktionsbedingt ist. Diese wird nach Fertigstellung ermittelt. Sollte nun durch Überbeanspruchung oder Losleimungen sich der Strukturverband verändern, kann dies, ohne den Flügel oder die Bespannung zu öffnen, anhand einer Resonazschwingungsprüfung ermittelt werden. Dabei wird das Flugzeug starr aufgebockt, bei uns sieht man das an dem Aufbau am Hauptrad. Hier ist da Rad frei und die Radachse steht auf dem Bock. Wir haben dann einen harten Bleistift mit dem Flügelende verbunden. An der anderen Seite versetzt eine Person den Flügel in Schwingung. Hier ist Erfahrung notwendig, um die Resonanz zu spüren. Auf der anderen Seite schieben Helfer ein Brett mit einer Einteilung von einer Minute am Bleistift vorbei. An anderer Helfer koordieniert die Zeit indem er die Sekunnden mitzählt. Nach einer Minute hat man das Ergebnis und muß nur noch die Anzahl der Sinuslinien auszählen. Anbei das Gerätekennblatt des Kranich 2, aus dem die Flügelbiegeschwingungszahl, so wird es genannt, ersichtlich ist.
Vielleicht gibt es einen Pfiffigen, der ein APP dafür schreibt. Wäre ja mal was sinnvolles. So müßte man nur ein I-Phone an den Randbogen kleben.
TypenblattKranich.pdf
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