Wednesday, May 9. 2012
Wenn man so sieht, wie zügig es gerade voranschreitet, werden wir den von uns gesetzten Termin der Fertigstellung wohl einhalten. Die Rippen sind beim ersten Flügel schon eingeleimt, der Spant 4 fertig und das Seitenruder wird nun bis zur Rohbaumontage sicher aufbewahrt. Nun werden die Tragflächen an der inneren Hälfte in Angriff genommen und Martin hat auch schon eine Beplankung des Hilfsholmes ausgewechselt, da sie in früheren Tagen mal nicht so schön repariert wurde. Die Rippen am rechten Außenflügel sind auch nicht plangerecht und werden nun nach und nach ersetzt. Da wo die " Bremsklappen " waren, wurde auch geräubert. Diese Stellen sind nun gesäubert und von den Resten befreit. Da kann man nun den Wiederaufbau der beschädigten Rippen beginnen. Die Nasenbeplankung des Rumpfes haben wir nun doch ganz entfernt, da es sonst ein Flickerlteppich geworden wäre. Gestern ist das erste Feld schon wieder beplankt worden. Die Sitzschale ist in der Form von Otto Grau nachgefertigt worden. Diese wird verputzt und dann in den Rumpf eingepaßt. Martin ist nun gelungen ein Spornrad der Me109, BF109 Emil zu ergattern. Dieses Spornrad war früher, neben einer Holzvariante, ich meine nur die Felge, das Hauptrad des Gö1 Wolfes. Bis zum Eintreffen des Rades warten wir mit dem Einleimen des Hauptfahrwerkes, damit auch alles paßt. Nun noch ein paar Bilder zeitgemäß in Schwarz/weiß.
    
Monday, April 16. 2012
Falls jemand mit dem Begriff Enting nichts anfangen kann. Das ist die Beratung der Bäume in Herr der Ringe. Was das hier zu suchen hat? Wir machen mit der Klemm weiter. Nach einer langen Pause - Beratung - sind wir nun zum Entschluß gekommen, die Flügelholme zuzuschneiden. Das passiert am Dienstag Abend und bedeutet, daß der Flügelbau beginnt und damit die Weiterführung des Projekts. Aus Argentinien haben wir nun Bilder und Maßzeichnungen bekommen, so daß einer originalgetreuen Rekonstruktion nichts im Wege steht. Das Holmmaterial ist Schwarzwaldfichte, die in Zugversuchen bereits ihre Festigkeit nachgewiesen hat. Ich bin gespannt, wie das Zuschneiden klappt, denn das Holz ist furztrocken. Es liegt nun bereits mehr als 6 Jahre in der Werkstatt.
Auch beim Wolf geht es voran. Spant 4 ist nun freigelegt und die restlichen Klötze eingeleimt. Die störenden Leisten am Spant 3 sind Geschichte und mit dem Ausrichten des Querruderholms und anbringen der bereits vorgefertigten Rippen, beginnt nun auch da der Flügelbau. An den Leitwerken und Querrudern sind Roland und Daniel mit der undankbaren Arbeit des Ausbesserns beschäftigt. Viel Zeit wird investiert und man sieht fast nichts. Heute mal nur wenig Bilder.
Nachtrag: Nach 2 Stunden sägen auf unseren alten, besten und größten Säge sind die Gurte geschnitten. Es ging besser als erwartet, aber die Sägemehlmengen waren trotz Absaugung enorm. Mich juckt es heute noch. Nun geht es mit schäften weiter, damit die Holmlänge erreicht wird. Nebenbei konnte ich vorher noch die Leisten für das Wolffahrwerk leimen.
     
Thursday, April 5. 2012
doch das hindert den Rest nicht, einfach weiterzuarbeiten. Wir trafen uns gestern, am Mittwoch außerplanmäßig, um dem Wolf noch etwas Form zu geben. Das Seitenruder ist nun fertig. Alle Löcher geflickt und verputzt. Unser Augenmerk ist nun der Cockpitbereich, wo der Spant 4 neue Stringer bekommen hat. Es ist ein schönes Fachwerk entstanden. Die Eckklötze sind fast alle drin, ebenfalls die neuen Leisten. Zum bevorstehenden Beplanken, mußte die Außenhaut teilweise entfernt werden. Am Instrumentenspant sind nun die Stringer verklebt worden. Nun können nach dem Abbinden des Aerodux endlich die sche.... Leisten bündig abgesägt werden, an denen man immer hängen blieb. Britta ist nun auch wieder da, und somit unsere Frauenquote wieder im Lot. Sie hat auch gleich 2 neue Rippen eingelegt. Am Montag habe ich mit Reinhard ein weiteres Flugzeug auf Retaurationstauglichkeit untersucht. Der Zustand ist zwar ernst, aber nicht hoffnungslos. Da es davon weltweit nur noch wenige Exemplare gibt, wird es sicher wieder fliegen. Aber davon später, wenn es soweit ist. Doch nun ist erst die Gö1, dann der DfS Kranich 2 dran.
      
Monday, March 12. 2012
Wolfgang hat mir Bilder geschickt, die letzten Werkstattabend entstanden sind. Werkstattabend ist zwar nicht ganz richtig, da die Ersten schon um 16 Uhr da sind. Dabei ist zu sehen, daß intensiv weitergearbeitet wird. Öfters wird auch geflachst und bei manchen Zeichnungen auch gerätselt, wie das wohl gemeint war, und wie dick ist jetzt die Beplankung, wie war der Abstand? Da ist man allemal am diskutieren, aber letztendlich kommt man zu einem Ergebnis, das auch dann gleich umgesetzt wird. Leider ist Britta gerade nicht dabei, weil sie in Mallorca babysitten muß, die Arme. So haben wir unsere Frauenquote zur Zeit nicht erfüllt. Doch sie wird bald wieder bei uns sein.
Schön auf den Fotos zu sehen ist, daß die Kielleiste noch immer im vorderen Bereich fehlt. Hier mußten wir am Freitag eine Verstärkung lamellieren, die wir am Sonntag verleimten. Die Längstringer im vorden Bereich sind nun eingeleimt und die Spanten zum Einleimen gerichtet. Das Seitenruder steht jetzt auch kurz vor der Vollendung und gerade ist mit der Reparatur der Querruder angefangen worden. Die Rippen 18 links und rechts sind auch fertig und Rippe 19 wird nun begonnen. Ich möchte nun mal eine Rippenschablone mit Klötzen machen, damit die "Neuen" auch mal sehen, wie es geht. Der Hecksporn ist nun angeschraubt, aber ich hatte den Foto vergessen. Das wird noch nachgereicht. Auf den letzten beiden Bildern sind die Haubenspanten zu sehen, die nun auch lamelliert sind.
    
Monday, March 5. 2012
Die Restaurierung des Gö1 Wolf geht zügig voran. Die Truppe wächst und so auch die Qualität und Geschwindigkeit der Restaurierung. Zur Zeit ist es notwendig Fehlteile und total zerstörte Teile durch Neuteile zu ersetzen. Hier ist es natürlich von Vorteil, daß fast alle Pläne vorhanden sind. Da nun auch geklärt ist, welche Ausführung der Flügel haben wird, hat nun die Rippenproduktion begonnen. Diese werden auf einer variablen Vorrichtung gebaut, so brauchen wir nicht immer neue Schablonen herstellen. Wie auf der Homepage von www.FM-Hahnweide.de zu sehen, fehlen im Querruderbereich einige Rippen. Auch sind durch den nachträglichen Einbau der " Bremsklappen" ein Paar Rippen modifiziert worden, die jetzt wieder ersetzt, oder zurückgebaut werden müssen, da keine Bremsklappen mehr vorgesehen sind. Der Instrumentenspant fehlte gänzlich, sowie der Hecksporn und die Kufe. Diese Teile sind nun nachgefertigt und werden in den nächsten Tagen angebaut. Die Metallteile sind nun auch gestrahlt und geprüft und bekommen bald wieder ihren Schutzanstrich. Dann wird mit den Wiedereinbau der Steuerung und Umlenkrollen begonnen. Dies ist zur Zeit noch leichter möglich, da der Rumpfboden noch fehlt. Der Sporn sieht aus wie eine Suppenkelle. Der Grund ist, daß mal wieder ein Tennisball als Dämpfungselement verwendet wurde. Dank Bernhard, gibt es wieder Fotos. Bernhard hatte beim Grunau Baby schon über 1000 Fotos gemacht und ein Fotobuch herstellen lassen. Nun begleitet er wieder das Projekt mit seinem Fotoapparat und tatkräftige Hilfe beim Bauen, sodaß an Ende eine umfangreiche Dokumentation entsteht. Unser anderer Bernhard, ist Projektleiter und schreibt das Protokoll. So wird am Ende sicher ein schöner Bildband mit wertvollen Informationen entstehen.
Wie immer ein paar Impressionen:
     
Monday, February 13. 2012
Bernhard hat bereits einen Teil der Beschläge gestrahlt und anschließend zur Rißprüfung weitergegeben. Andere Restaurateure sind mit Seiten- und Höhenruder beschäftigt. Dabei wurden noch ein paar lose Stellen gefunden, die dann auch gleich repariert werden. Ein paar sind noch mit der Entfernung des alten Klebelack beschäftigt. Der Spant 2 ist nun verputzt und bekommt gerade die Aussparungen für die Längsholme. Dann müssen vor der Plazierung im Rumpf noch die Führungen der Seile gebohrt werden. Spant 3 wird nun gerade vorbereitet. Dieser Abschluß der Haube nach vorn und gleichzeitig der Instrumententräger fehlte ganz, da der Rumpfauschnitt vergrößert wurde. Ich habe nun die Kielleiste in die Spornaufnahme hinten verklebt. Eine andere Gruppe hat mit der Herstellung der Kufe begonnen. Da sieht man Martin, wie er mit einer senkrecht stehenden Säge das Eschenholz vor dem Kleben aufrauht. Wir haben die Bretter vorher gedämpft, damit die Spannung etwas nachläßt. Wie man sieht, hat uns Helmut Hirth besucht, um zu sehen, wie es mit dem Flugzeug seines Ahnen voran geht. Daneben ist Christoph, dessen Vater auch Flugzeugingenieur war und in den 30er Jahren das erste Segelflugzeug ohne Abstebung gebaut hat. Bernhard, mit dem Endoskop, sitzt am Tisch und untersucht die Rohre der Steuerung innen auf Korossion. Man kommt, was die Anforderungen angeht, ganz schön rum, bei so einem alten Flugzeug, wie die Gö1 Wolf.
Nun wie immer ein paar Bilder:
      
Tuesday, January 24. 2012
Da nun der Kurs auf dem Hornberg vorbei ist, geht es nun wolfmäßig weiter. Auf dem Hornberg haben wir sehr viel Neues gelernt. Wenn ich mir vorstelle, was ich für einen Mist früher beim Modellbau mit dem tollen Werkstoff GFK gemacht habe. Bei richtiger Anwendung wären meine Modelle 30% leichter bei 100% Festigkeitsgewinn gewesen. Dieser Kurs ist ein Muß für den, der mit GFK, CFK optimale Ergebnisse erzielen will. Man kann sich auch einfach so beim BwLV anmelden.
Doch nun zu unserem Wölfchen. Wir sind nun mit dem Zerlegen fertig und haben bereits mit dem Wiederaufbau begonnen. Dazu haben wir eine größere Menge Flugzeugsperrholz besorgt. Der Zufall wollte, daß ein Verein nahe Berlin eine größere Menge davon abzugeben hatte. Gegen Einwurf mehrerer Münzen und freiwilliger Helfer, konnte diese Aufgabe bewältigt werden und das Holz ist nun in der Werkstatt.
Der Spant 3 ist nun repariert und muß nur noch verschliffen werden. Das Höhenruder erstrahlt bereits in neuem Glanz. Klebelackreste sind entfernt, Beplanlung repariert und einige Rippenfahnen ersetzt worden. Nun müssen die Scharniere und Anlenkungen noch entlackt, untersucht und neu gestrichen werden. Die Kielleiste ist fertig und muß eingebaut werden. Der Spant 2 wird gerade neu hergestellt, da er nur noch in Fragmenten vorhanden war. Auf dem Bild ist der untere Teil bereits fertig. Das mit den vielen Klammern ist der obere Teil. Dieser wird diese Woche noch eingepaßt. Man beachte die Vorrichtung, die Christoph gebaut hat. Ist sie nicht schön? Auf den 2. Bild sieht man vorschriftsäßig den Leim austreten.
Viele fragen mich, warum wir nicht Epoxydharz verwenden. Es ist so, daß man Holz leimt und nicht harzt. Eine Epoxyverbindung muß immer getempert werden. das würde das Holz zwar aushalten, aber die Verbindung ist nicht so gut, wie bei Leim. Außerdem ist Aerodux beim LBA zugelassen, bei Harz müssen erst Nachweise erbracht werden. Noch was. Vor dem Leimen immer die gehobelten Leisten mit einem Sägeblatt oder Kratzer anrauhen, oder gleich sägerauh lassen. Sonst hält es nicht! Der Rest steht im Datenblatt von Aerodux.
So, jetzt wie versprochen die Bilder:
     
Thursday, January 5. 2012
nachdem wir und am 30.12.2011 das letzte mal in der Werkstatt trafen und der nächste Freitag auf heilig drei König fällt, sind wir gestern in der Werkstatt außerplanmäßig zusammen gekommen. Unser Duodiscus kam zurück vom Lackieren und sieht ganz gut aus. Er hatte feine Risse im Gelcoat und mußte lackiert werden, bevor Schlimmeres passiert.
Doch unser Augenmerk lag natürlich beim Wolf. Bernhard hatte die Beschläge untersucht und etwas Korrosion festgestellt. Nun werden die Beschläge geprüft und danach entschieden, ob es besser ist neue anzufertigen. Die Anderen haben sich dem Höhenleitwerk gewidmet und es fast fertiggestellt. Reinhard fand ein undefinierbare Beplankung am Hilfsholm. Diese wurde sofort entfernt und durch eine korrekte ersetzt, was doch mit einigem Zeitaufwand verbunden war. Bernhard und Britta stellten sich dem Problem Spant 2. Ja, es gibt außer Problembären auch Problemwölfe mit dessen Spanten. Nach einiger Beratungszeit wurde der Spant entfernt, da er doch nicht wirklich dem Plan entsprach, und nach abenteuerlichen Reparaturversuchen der Vorbesitzer, schneller ein neuer Spant angefertig ist. Man muß hier doch bemerken, daß eine Restaurierung deutlich zeitaufwändiger ist, und man oft am Ende des Tages kaum eine Verbesserung sieht. Doch mit der Zeit sieht man einen Fortschritt. Franz und Bernhard haben dann noch die Kielleiste vorn und die Spornleiste lamelliert, um das nächste mal mit der Anpassung beginnen zu können.
Nächste Woche bin ich mal wieder auf dem Hornberg, um die höheren Weihen der Kunststoffflugzeugreparatur zu erlangen. Bis bald, dann wieder mit Bildern.
Tuesday, December 20. 2011
Wednesday, October 26. 2011
Heute mal ein Beitrag von Wolfgang, den er mir als Mail zum Beginn des Wolfsprojekts gesendet hat:
Ein Wolf in Zazenhausen!
Das unverhoffte Auftreten eines offenbar aus südlichen Gefilden eingewanderten Wolfes, einer seit undenklichen Zeiten in Württemberg völlig ausgestorbenen Spezies, hat am vergangenen Samstag im beschaulichen Zazenzhausen bei allen, die dieses Urviechs ansichtig wurden, Panik, ungläubiges Staunen, ja blankes Entsetzen ausgelöst, unverkennbar aber auch eine gewisse morbide Faszination. Von hinzugezogenen Wolf-Experten war zu hören, daß der in völlig zerzaustem und abgemagertem Zustand sich befindende, inzwischen in einem ehemaligen Schweinestall ausbruchsicher untergebrachte Spätheimkehrer bei guter Pflege und Versorgung in absehbarer Zeit wieder einen guten Allgemeinzustand wird erreichen können: Er soll dann am Rande der Schwäbischen Alb ausgewildert werden, um dort die Artenvielfalt zu bereichern!
wkn
  
Wednesday, October 5. 2011
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